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Sonstiges
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son-14-02.htm; 06.2015
Seemannsgarn
zum Schmunzeln beim Grog, Bier oder Köm
gesammelt von Toni Schobert

„Seemannsgarn ist ….“
An Bord der Segelschiffe mußten die Matrosen, wenn Zeit war oder Flaute herrschte, Seemannsgarn spinnen: Aus altem Tauwerk dünnes Kabelgarn zum Bekleiden der Trossen und Taue drehen. Dabei wurden Döntjes (plattdeutsch Anekdoten) und Geschichten erzählt, langatmig, häufig geflunkert (flunkern = lügen, prahlen) und in der Regel ohne großen Tiefgang. Wenn so ein Seemann an Land in dieser Weise seine meist nicht der Wahrheit entsprechenden, aber eindrucksvollen Erlebnisse mit Klabautermännern (Schiffskobolden), Piraten, Meerungeheuern und Kannibalen zum Besten gab und die Landratten mit großen Augen an seinen Lippen hingen, war er dabei, im übertragenen Sinne Seemannsgarn zu spinnen.



„Netze:“
„Wie macht man eigentlich Netze“ fragt der Tourist einen alten Fischer. „Das ist ganz einfach“, brummt der Alte, „man nimmt viele Löcher und knotet sie zusammen“


„Navigation“
Durch die dunkle Nacht sieht der alte Kapitän direkt voraus ein Licht auf Kollisionskurs. Er schickt ein Signal: „Ändern sie ihren Kurs 10 Grad Ost“. Das Licht schickt ein Signal zurück: „Ändern sie ihren Kurs 10 Grad West“ Wütend sendet der alte Kapitän zurück: „Ich bin ein Kapitän der Navy, ändern sie sofort ihren Kurs“ „Ich bin Bootsmann II. Klasse, Sir“ kommt die Antwort zurück, „ändern sie ihren Kurs!“ Der alte Kapitän ist außer sich: „Ich bin ein Schlachtschiff, ich ändere meinen Kurs nie!“ Die letzte Antwort: „Ich bin ein Leuchtturm ….“


„Nichtschwimmer“
Warum werden hauptsächlich Nichtschwimmer bei der Marine genommen?
Damit sie im Ernstfall ihr Schiff besser verteidigen ….


„Piraten“
Ein Seemann begegnet in einer Bar einem Piraten und bemerkt, daß dieser – wie bei Peter Pan – eine Augenbinde, ein Holzbein und einen Haken als Handersatz trägt. Der Seemann fragt: „Wie kamst du denn zu deinem Holzbein?“ „Ich fiel in einem Sturm über Bord direkt in einen Schwarm Haie. Genau als sie mich rauszogen, biß ein Hai zu.“ „ Wow“ sagte der Seemann, „und woher stammt der Haken an deiner Hand?“ „Als ich mit meinen Leuten im mittleren Osten plünderte, haben sie mich erwischt. Die Strafe für Diebstahl ist dort Abhacken der Hand“ „Unglaublich!“ rief der Seemann, „und wie war das mit der Augenbinde?“ „Ein Möwenschiß direkt ins Auge“ erwiderte der Pirat. „Ein Möwenschiß ..?“ fragte der Seemann ungläubig. „Naja … weißt du, das war der erste Tag, an dem ich den Haken hatte …“


„Seemannsgrab“
In Ost Friesland wollte ein Admiral unbedingt auf See begraben werden. Fünf Matrosen sind dabei ertrunken, als sie das Grab schaufeln wollten.


„Ordnung“
Eine alte Dame fährt zum ersten Mal in ihrem Leben mit einem Schiff. Nach einiger Zeit kommt der Steward zu ihrer Kabine und erkundigt sich, ob er helfen kann beim Verstauen des Gepäcks. „Oh“ meint sie, und zeigt dabei auf die Bullaugen, „diese Wandschränke sind ja einmalig – was da alles rein geht!“


„Seemannkoje“
In der Matrosenausbildung wird der angehende Seemann gefragt, wie groß eine Seekoje sein müsse.
Er antwortet präzise: „Einer muß liegen und einer stehen können“


„Abschied“
Bevor ein Matrose auf große Fahrt geht, bittet ihn sein Mädchen um ein Foto. Da ihn seine Mutter ebenfalls um ein Foto gebeten hat, schneidert er das einzige Bild von sich, das er finden konnte, einfach durch. Leider ist es ein Aktfoto, von dem die Braut die obere Hälfte bekommt. Da seine Mutter sowieso nicht mehr gut sieht, bekommt sie den unteren Teil. Die Alte schaut es lange an und sagt dann: „Genau wie der Papa! Immer schlecht rasiert und der Schlips hängt schief.


„Klein Erna fragt“
Papa, „warum ist soviel Wasser in den Flüssen?“ „Damit es nicht so staubt, wenn die Schiffe bremsen“


„Telefonanruf“
Sagt die Mutter am Telefon zum Freund ihrer Tochter: „Tut mir leid mein Junge, hier ist nicht ihr Luxusschiffchen, hier spricht der alte Schraubendampfer!“


„Einsamkeit“
Das Passagierschiff fährt an einer winzigen Insel vorbei. Ein Mann in zerfetzter Kleidung springt dort völlig verrückt hin und her und schwenkt wild die Arme. Fragt ein Passagier den Kapitän: „Was macht der denn dort?“ „Ach der, der freut sich immer so, wenn wir vorbeikommen“.


Auf jedem Schiff - das schwimmt und schwabbelt - gibts immer einen - der dösig babbelt...


„Der Eilige“
Völlig außer Atem erreicht ein Mann den Fähranleger, schleudert seinen Koffer auf die fünf Meter vom Kai entfernte Fähre und springt hinterher. Mit letzter Kraft zieht er sich über die Reling und schnauft: „Geschafft…!“
„Das schon“ sagt einer der Schiffer, „aber sie hätten doch warten können, bis wir angelegt haben …“


„Gemischter Chor“
„Das ist doch kein gemischter Chor?“ wundert sich der Kurgast beim Shantytreffen, „das sind doch alles Männer!“
„Das schon“, sagt ein Inselbewohner, „aber die einen können singen und die anderen nicht“


„Frauennamen“
„Ist dir schon mal aufgefallen, das große Schiffe meistens Frauennamen tragen?“
„Ja, das liegt daran, daß sie so schwer zu steuern sind“


„Notstand“
Ein Seemann, der einen Hafen erreicht, hat ziemlichen Notstand und begibt sich kurzerhand in ein Bordell. Als er von einer Mitarbeiterin gefragt wird: „Na Kleiner, kann ich was für dich tun?“ sagt der Seemann:
„Jo! Ich bin Seemann und brauch´ Wasser dabei“
Sie sagt: „Kein Problem und steigt in die Badewanne.
Er wieder: „Naja, Wellen aber auch“.
Sie sitzt in der Wanne und schlägt mit den Armen: Wellen – Wellen – Wellen. So sagt sie, „Können wir jetzt anfangen?“
Er: „Naja, Blitz und Donner auch … und Wind darf auch nicht fehlen !“
Sie raus aus der Wanne, hin zum Lichtschalter, Licht an, Licht aus, hin zur Türe, Tür auf, Tür zu, rennt zum Fenster, Fenster auf, Fenster zu ….
Rein ins Wasser und wieder Wellen, Wellen, Wellen.
Völlig außer Atem und fix und fertig mit der Welt fragt sie dann: „KÖNNEN WIR JETZT ENDLICH ANFANGEN?“
Darauf der Seemann: „Nö, bei dem Sauwetter habe ich keine Lust mehr!“.


„Banker“
Keuchend hängen zwei schiffbrüchige Bankiers an einer treibenden Holzplanke. Der eine ächzt: „Können sie sich noch lange über Wasser halten?“ Darauf der andere gurgelnd: “Wie kann man in einer solchen Situation noch übers Geld reden …. ?“


„Landgang“
Zwei Matrosen waren ein Jahr auf See gewesen. Nun läuft ihr Schiff im Hafen ein. Landgang in Sicht, die Vorfreude ist groß. „Wetten“ sagt der eine, zehn Minuten nachdem ich von Bord bin, habe ich eine schöne Frau an jedem Arm“ – „Angeber“ knurrt der andere, „so schnell kann kein Tätowierer arbeiten“.


„Ausguck“
Brüllt der Kapitän den Matrosen im Ausguck an:
„Schrei nicht immer Land in Sicht, solange wir noch im Hafen liegen!“


„Blinder Passagier“
Mitten im Atlantik kommen zwei Matrosen zu ihrem Kapitän: „Sir, wir haben einen blinden Passagier an Bord“, Darauf der Käpten: „Schmeißt den Kerl über Bord!“ Nach zehn Minuten kommen die beiden Matrosen etwas unglücklich zurück. Fragt der Kapitän: „Na, habt ihr meinen Befehl ausgeführt? Matrosen: „Ja, Sir, aber was sollen wir mit dem weißen Stock und dem Hund anfangen?“


„Vorsichtsmaßnahme bei einer Seebestattung"
- ein Gespräch zwischen zwei jungen Fähnrichen vor der Seeschlacht:
Der alte Joe hat gesagt, wenn sie dich in die Hängematte einnähen, machen sie immer den letzten Stich durch die Nase, um sicher zu gehen, daß du nicht schläfst...


„Vielsprachig“
Der Kapitän fragt den Matrosen: „Sie wollen also bei mir anheuern. Können sie denn überhaupt schwimmen?“ „Nein, aber in 23 Sprachen um Hilfe rufen“


„Zu Hause“
Der Zeitungsreporter fragt den Matrosen: „Wo sind sie denn zuhause?“ „Wir Seeleute sind überall zuhause!“ - „Und wo ist ihre Braut?“ – „Zu Hause“


„Kreuzfahrt“
Eine alte Dame steht an der Reling. Ein starker Wind weht, und sie hält ihren Hut mit beiden Händen fest. Ein Herr kommt und spricht sie an: „Wissen sie eigentlich, das der Wind ihr Kleid ganz hoch weht?“ „Ich weiß“, antwortet die Dame, „aber ich brauche beide Hände, um meinen Hut festzuhalten.“ „Ja“, antwortet der Mann, „aber man kann alles Private sehen.“ „Mein Herr, alles Private, das sie jetzt sehen können, ist schon 85 Jahre alt, aber diesen schönen Hut habe ich gestern erst gekauft!“


„Seekrank“
„Soll ich ihnen das Frühstück in die Kabine bringen?“ fragt der Stewart den seekranken Passagier.
„Nöö, werfen sie es man gleich über Bord!“


„Heimkehr“
Hein Seemann kommt nach langer Fahrt nach Hause. Der kleine Sohn sieht ihn und rennt erschreckt weg. „Du brauchs´ doch keine Angs´ vor mir zu hab´n, ich bin doch dein Vadder!“ meint Hein. „Jo, jo“, ruft der Kleine zurück, „das sagen sie alle!“


„Schiffsuntergang"
Fragt eine alte Dame: “Geht so ein Schiff nicht öfter mal unter, Herr Kapitän?“ „Nein, Gnädigste,“ antwortet dieser, „nur einmal. Und für gewöhnlich bleibt es dann auch unten“.


„Der Ring“
Ein Ehepaar ist schon lange auf hoher See mit seiner Yacht.
Bei Sturm fällt sie über Bord und schreit: „Mausi, den Ring, Mausi, den Ring!“
Er wirft seinen Ehering nach und sagt: „Stimmt, den brauch ich auch nicht mehr…“


„Irische Fischer“
Zwei irische Fischer angeln auf hoher See. Wortkarg verrichten sie ihre Arbeit, bis sie eine Meerjungfrau fangen, eine hübsch gewachsene Nixe.
Als der eine Fischer sie wieder ins Meer zurückwirft, fragt der andere: „Why?“
„How?“ antwortet der erste.


„U-Boot Besichtigung“
Frau Altbier besichtig ein U-Boot und fragt den Kommandanten: „Wie schießen Sie eigentlich, wenn sie unter Wasser sind?“ „Ganz einfach“, antwortet der Kommandant, „einer unserer Kadetten schwimmt hinaus und hält einen Regenschirm über die Kanone“


„Der Admiral“
Der Admiral hat es eilig, das Hotel zu verlassen – und stößt vor der Tür mit einem Betrunkenen zusammen. Ohne auf die Entschuldigung des Admirals einzugehen lallt dieser: „Heh, Sie, rufen sie mir ein Taxi.“ Das war dem Seemann denn doch zuviel, und entrüstet antwortet er: „ich bin nicht der Portier, ich bin Admiral.“ Darauf der Passant: „Dann besorgen sie mir eben ein Schiff“


„Der Thunfisch“
Wieso heißt der Fisch Thunfisch, wird ein alter Fischer gefragt. Ganz einfach: Ein Taucher ist ins Wasser gesprungen, wurde von einem Fisch gebissen und sagte ihm erbost: „Musse nich tun Fisch“


„Gemurmel“
„Es ist doch merkwürdig“, sagt der frisch getraute Schiffsoffizier, „man steht zusammen in der Kirche, der Pastor murmelt ein paar Worte über einen hinweg, und plötzlich ist man verheiratet!“ „Gar nicht merkwürdig“, wirft der grauhaarige Kapitän dazwischen, „ein paar Worte im Schlaf gemurmelt, und plötzlich ist man geschieden!“


„Schlechte Sicht“
„London ist doch die nebligste Stadt der Welt!“ – „Ausgeschlossen“, wiedersprach der lange Hein, „ich war mal in einer Stadt, die war mindestens zehnmal so neblig wie London!“ – „So, welche Stadt war denn das?“ – „Döskopp“, brummte der lange Hein, „meinst du, ich hätte das bei dem dicken Nebel erkennen können?“.


„Flundern“
Wo die Flundern herkommen? Der alte Fischer sieht den Kurgast nachdenklich an. „Nun ja, wir fangen Heringe, bringen sie zur Fischauktion, und da kommen sie dann unter den Hammer“.


„Schiffe sind weiblich“
Käpt´n Braß wird an der Kapitänstafel von einem Passagier gefragt, warum Schiffe stets „die“ heißen. „Dafür gibt es einige einleuchtende Gründe“, erläutert er den Anwesenden:
„ Ein Schiff heißt „die“,
- weil immer ein großes Getue darum ist,
- weil sich gewöhnlich eine Menge Männer damit abgeben,
- weil es viel Farbe braucht, wenn es gut aussehen soll,
- weil nicht die Anschaffung so sehr ins Gewicht fällt, sondern der Unterhalt,
- weil nur ein tüchtiger Mann damit fertig wird“.


„Seglerspruch“
Rassmus, alter Schweinehund, blas´ die Segel voll und rund, aber nicht zu dolle, sonst meckert meine Olle.


„Sichere Sache“
Zwei Matrosen der Deutschen Afrika-Linien haben an der Sambesi-Mündung ein hübsches Stückchen Strand entdeckt und wollen baden. Vorher fragen sie einen kleinen Jungen, der auf einem großen Stein hockt und angelt, ob es hier im Wasser Haie gäbe. „Nöö“, meint der gelangweilt. Die beiden „Sailors“ jumpen daraufhin wohlgemut in die Fluten, was bei der Hitze herrlich erquickt. Nach einer Weile ruft einer der beiden Schwimmer dem Jungen am Ufer zu: „Gibt es hier auch bestimmt keine Haie?“ „Nee“, echot es von dort zurück, „die haben doch Angst vor den Krokodilen!“


„Der Kenner“
John trifft Jim. “Du”, sagt John, “Du hast Dir ein schönes Haus gebaut und verdienst jetzt viel Geld als Kapitän. Da wird es aber Zeit, dass Du endlich heiratest.“ – „Ich, heiraten“? sagt Jim, „kommt gar nicht in Frage. Ich lebe mit zwei Schwestern zusammen“. „Das ist sicher ganz schön“, meint John, „wenn Du dann an Land bist, hast Du immer deine Aufpassung. Aber Schwestern können doch keine Frau ersetzen“. – „Das denkst Du“, grinst Jim, „es sind ja nicht meine Schwestern“.


„Gewußt wie“
„Was ist Betrug“ fragte der Direktor einer Seefahrt-Fachhochschule während des Examens in Gesetzeskunde einen Kapitänsanwärter. „Betrug ist – wenn Sie mich durchfallen lassen.“ Wieso?“ „Weil sich nach dem Strafgesetz derjenige eines Betruges schuldig macht, der die Unwissenheit eines anderen ausnutzt, um diesen zu schädigen“.


„Zum Neuen Jahr“
Wenn Du ein Schiff bauen willst so trommle nicht Leute zusammen um Holz zu sammeln,
Werkzeuge zu beschaffen und die Arbeit einzuteilen,
sondern wecke in ihnen die Sehnsucht nach dem weiten offenen Meer.

Antoine De Saint-Exupery


„Mama hat gesagt “
In Glasgow brachte eine Frau ihre kleine Tochter zum Dampfer, der sie zu ihrer Tante am Firth of Clyde bringen sollte. Auf Anweisung der Mutter ging das kleine Mädchen sofort zum Zahlmeister und bat ihn, ihr zu sagen, wenn das Schiff nach Dumoon komme.
Jedesmal, wenn das Schiff anlegte, wiederholte sie ihre Bitte, bis er schließlich ärgerlich sagte, sie solle ihn nicht ständig belästigen, er werde ihr schon sagen, wenn es soweit ist.
Im Trubel des Urlaubsverkehrs vergaß er jedoch völlig, was er versprochen hatte, bis der Dampfer Dumoon verlassen hatte und er zufällig den fragenden Blick des kleinen Mädchens auffing. Er stürzte auf die Kommandobrücke und erklärte dem Kapitän die Lage. Der befahl dem Rudergänger wütend, in den Hafen zurückzukehren.
Als der Dampfer wieder sicher vertäut und die Laufplanke ausgebracht war, ging der Zahlmeister zu seinem kleinen Passagier. „Jetzt sind wir in Dumoon“, sagte er. „Danke“, sagte das kleine Mädchen, setzte sich hin und wickelte ein Päckchen aus. „Mama hat gesagt, ich soll mein Brot erst essen, wenn wir hier angekommen sind“.


„Neues Konterfei“
Der neue 2. Offizier hatte einen Bart. Trotzdem war er für einen Existenzialisten ganz in Ordnung. Der 2. Ing. rasierte sich zwei- bis dreimal am Tag elektrisch. Klar, dass die beiden nicht gleich so recht miteinander konnten. Sagt der Glattrasierte aus dem Hammerwerk zu seinem Kollegen von der Decksbauerwirtschaft: „Ich hatte auch so einen Sauerkrautbart wie sie. Dann hab ich aber gefunden, daß das ein grässliches Ding ist, und da habe ich ihn abrasieren lassen.“ Antwortet der Decksbart: „Ich hatte zuerst eben so ein Ohrfeigengesicht wie Sie. Da ich mir es nicht wegrasieren konnte, habe ich mir einen Bart stehen lassen, damit man es nicht so sieht.“


„Sonneschießen mit Sex-Tanten“
Es wird von einem jungen Fähnrich berichtet, daß seine Noten in Navigation ziemlich zu wünschen übrigließen. Eines Tages sollte er „die Sonne schießen“ und dann die Position des Schiffes errechnen, das irgendwo vor der Südwestspitze Englands kreuzte. Der Fähnrich übergab dem Navigationsoffizier das Resultat seiner Berechnungen und wurde bald darauf auf die Brücke gerufen. „Junger Mann“, sagte der Kapitän, „nehmen sie die Mütze ab. Wir befinden uns auf geweihtem Boden“. „Wie soll ich das verstehen, Kapitän?“ „Wenn ihre Berechnungen stimmen, stehen wir jetzt genau in der Mitte der Westminster-Abtei“.


„Geheime Reserve“

Ein britischer Kreuzer beschattete im Atlantik einen sowjetischen Flottenverband. Nach einer Weile signalisierte eines der russischen Schiffe: „Sie fallen zurück. Versuchen sie doch mal, Ihre Waschmaschinen dazuzuschalten.“ Der Kreuzer antwortete; „Laufe mit Waschmaschinen. Halte Antriebs-Turbinen in Reserve.“

„Lebenskunst“
Lebenskunst Damit die Polaris-U-Boote dauernd auf See bleiben können, verfügt jedes Boot über zwei vollständige, einander ablösende Besatzungen. Jede tut sechs Monate Dienst auf See und verbringt sechs Monate an Land. Ein langjähriges Besatzungsmitglied wurde einmal gefragt, wie ihm dieses System gefalle. „Gut“, erwiderte er. „Ob man sich mit seiner Frau versteht oder nicht, man hat jedes Jahr sechs glückliche Monate.“


„Silvesterreederei“
Beim Bordbesuch im fremden Hafen saß man beim Klönschnack und Bier. Man tauschte seine Erfahrungen mit der jeweiligen Reederei aus. Eigentlich waren es nur Erfahrungen mit der Sparsamkeit der Reedereien.
„Wenn ich 20 Rollen Toilettenpapier bestelle, schicken sie nur zehn“, erzählte der Steward.
„Das ist noch gar nichts“, konterte sein Kollege vom anderen Dampfer. Wenn ich 20 Rollen Toilettenpapier bestelle, bekomme ich 20 Rollen Luftschlangen geschickt. Bei uns ist das ganze Jahr Sylvester“.


„Für die Seehunde“
Am Wattenmeer steht eine Frau mit ihrem Jungen. Es sind Badegäste.
Der Junior ist zum ersten mal an der See und fragt unentwegt drauflos:
„Muddi, was sind´n des fier gläne Beeme im Wasser?“ Er meint die Pricken, die den Verlauf des Fahrwassers im Wattenpriel markieren.
„Tja, Robert, da gannste sähn, dass hier frieher Wald gewäsen is.“
„Jo, Jo“, sagt ein Küstenfischer, der daneben steht, „un düsse Bööm hebbt se stahn laten för de Seehunn!“


„Nebel“
„Aber Herr Kapitän, warum haben Sie den Dampfer gestoppt?“ drängte sich Tante Thea auf die Brücke. „Der Nebel ist zu dicht, ich kann keine Leuchtfeuer mehr ausmachen“. „Das verstehe ich nicht. Ich sehe doch alle Sterne über uns“, wundert sich die gute Tante. „Die sehe ich auch. Aber in diese Richtung fahren wir nur, wenn wir jetzt voll weiterlaufen!“


„Normale Reise“
Ein Schiff kommt von einer Zweieinhalb-Monatsreise in den Heimathafen zurück. Der Inspektor der Reederei kommt an Bord und begrüßt den Kapitän: „Guten Tach, Kapitän Schwarz, herzlich willkommen in Hamburg. Wie war denn die Reise?“
„Danke der freundlichen Nachfrage. Außer einer Zollaffäre in Verbindung mit Ladungsdiebstahl und einer hohen Geldstrafe für das Schiff, einer fristlosen Entlassung an Deck, einer Abmusterung krankheitshalber auch von Deck wegen eines Unfalls ohne Ersatzmöglichkeit, der Entdeckung eines blinden Passagiers und der damit verbundenen Schwierigkeiten, ständig verstopfter Häfen und daher unnötiger Wartezeiten sowie außer unpünktlicher Überweisung des Ziehscheines nach Hause und mangelhafter Ausrüstung des Schiffes seitens ihrer Ausrüstungsabteilung verlief die Reise normal!“
Inspektor: „Na, dann ist es ja gut.“


„Beten“
Als das Schiff im Pazifik in einen Sturm geriet, versammelte der Kapitän die Mannschaft und fragte: „Wer kann beten?“ Sofort meldete sich der Koch. „Gut“, sagte der Kapitän, „mach dich sofort an die Arbeit. Wir haben nämlich Rettungsboote und Schwimmwesten vergessen!“


„Sägespäne “
Am frühen Morgen kommt ein Matrose in die Hafenbar, um einen Korn zu nehmen. Verwundert fragt er den Mann an der Theke: „Warum streuen sie denn Sägespäne auf den Boden?“ Der Barkeeper antwortet: „Sägespäne? Das waren gestern abend noch Tische und Stühle.“


„Schnelldampfer“
Als ein Matrose Mark Twain erzählte, sein Dampfer fahre so schnell, dass man zweimal täglich die Fahrt stoppen müsse, weil die Schiffsschrauben glühend würden, sagte Mark Twain: „Das ist doch gar nichts. Unser Dampfer läuft so schnell, dass wir auf jeder Reise ein paar Stunden warten müssen, damit uns die Funksprüche einholen können“!


„Schaumkronen“
„Wieso haben die Wellen hier so starke Schaumkronen?“ fragte ein Badegast am Strand von Sylt einen Fischer. „Das kommt daher“, erklärte der Mann, „weil vorgestern hier in der Nähe ein Frachter gesunken ist, der Seifenpulver geladen hatte.“


"Sooo´n Zinken"
Wenn Hein Lüders, der alte Seemann, so nach dem 7. Grog ins Erzählen kommt, dann ist was fällig. Hein Lüders hat alle sieben Weltmeere befahren und weiß die tollsten Geschichten. Und alle sind wahr, denn aufschneiden, nein, das tut er nicht. Wieder einmal war Hein ganz schön in Fahrt...
Alle Gäste in der Kneipe „Zum scharfen Nordwind“ lauschten andächtig. „Das war, als ich auf der Santa Maria fuhr“, erzählte der alte Seebär, „da hatte wir einen Steuermann, der besaß einen Zinken von Nase, wie ich ihn mein Lebtag noch nicht gesehen hatte. Da konnten – ungelogen – sieben Papageien nebeneinander stehen. Auf der Nase natürlich!“
„Aber Hein“, rief da einer der Zuhörer, „das ist unmöglich. Du übertreibst schamlos!“
Hein Lüders nahm einen tiefen Schluck. „Nun ja“, gab er zu, „ganz stimmt es wohl nicht, was ich gesagt habe. Denn der siebte Papagei, der musste immer nur auf einem Bein stehen.“


"Hein und die Kanibalen"
Hein erzählt in einer Hafenkneipe: „Ich habe mich auf einer Südseeinsel einmal mit 30 Kannibalen herumschlagen müssen, von denen ist nur einer lebendig davon gekommen“. Darauf warf ein Gast ein: „Mensch Hein, im Vorjahr hast Du das schon einmal erzählt, da waren es nur 15 Kannibalen “! Hein erwidert ungerührt: „Damals warst Du noch so jung, daß Du die volle Wahrheit nicht vertragen konntest.“


"Hein und der Rum"
Hein hat seine Prinzipien: „Nee, kein Wasser in´n Rum! Der Arzt hat gesagt, ich hab eine eiserne Gesundheit – und wenn da nu Wasser ankommt, muß ich ja innerlich verrosten!“


"Hein ist Kapitän"
„Hein, saufen Sie nicht so viel“, sagt der Steuermann zu einem Matrosen in der Hafenbar. „Wenn Sie nicht so unheimlich viel trinken würden, wären Sie längst Steuermann wie ich“. Hein sagt beleidigt: „Hören Sie, wenn ich besoffen bin, bin ich Kapitän“!


"Hein und die Kesselexplosion"
Hein hatte in der Bar von einer Schiffskesselexplosion erzählt und wurde gefragt, wie es denn überhaupt dazu habe kommen können. „Ganz einfach“, knurrte Hein, „der Kessel war leer und der Heizer war voll“!


"Hein ist Straßenbahnschaffner"
Hein hat die Nase voll von der christlichen Seefahrt. Immer auf dem nassen Wasser und kein richtiges Zuhause. So hat er sich bei der Straßenbahngesellschaft beworben. Er wurde als Schaffner eingestellt.
Eines Tages steigt ein Kontrolleur in seinen Wagen. Dem fallen fast die Augen aus dem Kopf, als er Hein, der seine Pfeife schmökt, gemütlich in der Ecke sitzen sieht. Ein Fahrgast hat sich die Geldtasche und die Fahrscheinrolle umgehängt und kassiert lustig die Fahrgelder ein. „Nanu, Herr Hein, was soll denn das bedeuten?", faßt sich der Kontrolleur endlich wieder. „Sie sitzen hier faul herum und ein anderer macht die Arbeit für Sie?“
„Alte Sitte bei der christlichen Seefahrt, Herr Kontrolleur“, grinst Hein. „Ist gar kein Fahrgast, ist ´n blinder Passagier, konnte nicht bezahlen und muß nun die Passage abarbeiten.“


"Kap Hoorn – he lücht!"
„Mal“, sagte Käpt´n Bruns, als die Landratten am Tisch keine Ruhe gaben und darauf bestanden, daß ihnen das Garn immer dicker gesponnen wurde, „mal, wie ich noch als Erster auf´r 'ADELHEIT LÜDERS' fohr, da hatten wir denn dscha bei Kap Hoorn ´ne Brise, wo es gar keine Nummer für gibt. Sturm is da dscha ümmer, das wissen sogar die Landratten, die Salzwasser bloß vom Gurgeln kennen, un deshalb geh´n die da auch nich hin.
Damals abers konnte man da dscha woll reinweg das Schuddern bei kriegen. Topp und Klüverbaum war´n ratzekahl weg. Fock und Besan war´n über Bord, von´r Deckslast war keine Faser un kein Span mehr da, un wir krichten so viel Wasser über, daß wir manchmal nich wußten, ob wir noch auf´r 'ADELHEIT LÜDERS' oder all viel weiter unten war´n. Der Himmel war so gnäterschwarz, un die Bülgen, wo die Landratten „Wellen“ zu sagen, die war´n so grob, dass wir nich hätten ausmachen können, ob es Tag oder Nacht war.
Der Alte konnte nich mal mehr fluchen. „Carsten“ sagte er un wollte mir seinen Buddel geben, was en ganz ernstes Zeichen war – un wie daß er grad „Carsten“ gesagt hat, kommt `ne See über, un wie ich wieder so jichtens kucken kann, sitz ich achtern anner Reling, un der Alte, der is all ´ne halbe Meile achteraus, un der Buddel war Flaschenpost geworden.
„No, un da – da sind sie alle ertrunken”, sagte eine boshafte Stimme am unteren Ende des Tisches.
Käpt´n Bruns stopfte gelassen mit dem breiten Daumen die Asche seiner Pfeife fest. „Ich nich“, sagte er, „ich hatte´r genug von. Ich bün ausgestiegen un mit´r Eisenbahn weitergefahr´n“.


"Guter Rat gegen Seekrankheit"
Archibald McKinross aus Dundee ist ein sparsamer Nachfahre seiner sparsamen schottischen Vorfahren. Obwohl er als alleiniger Inhaber einer großen Whiskybrennerei über beträchtliche Einkünfte verfügt, sind ihm Reisen besonders verhaßt, einfach, weil sie Zeit und Geld zugleich kosten.
Eines Tages aber erfordert ein bedeutender Geschäftsabschluß seine persönliche Anwesenheit in Paris. Verdrossen sucht er einen ihm als billig empfohlenen Frachtschiffkapitän auf, um die günstigsten Überfahrt-bedingungen auszuhandeln.
Am Ende der beide Teile nicht sonderlich befriedigenden Unterredung fällt McKinross noch ein, dass er ja auch nicht seefest ist. Also bittet er den geplagten Schiffsführer um einen Rat.
Dieser, alter Fahrensmann und gebürtiger Londoner, kneift ein Auge zu und versinkt ins Grübeln. Dann rät er dem Mann aus Dundee: „Überlisten Sie doch die Seekrankheit!“
„Überlisten ?“, fragt McKinross erstaunt.
„Natürlich. Für Sie als Schotten ganz einfach. Wenn das Unheil naht, nehmen Sie rasch einen Penny zwischen die Zähne und beugen sich damit so weit über die Reling, daß das Geld ins Wasser fällt, sobald Sie den Mund öffnen ....“


... zwischen Manila und Hongkong ...
Da war Ole, der Nordmann aus Stavanger, ein Schiffszimmermann mit vierzig Jahren Seefahrtzeit. Wenn der loslegte, dann fiel der Firnis vom Oberlicht, und in der Kajüte blieb die Uhr stehen. Schon in der Wiege habe er Woodbine-Zigaretten geraucht und Flaschenbier getrunken ...
Zwischen Manila und Hongkong ist es gewesen – auf einem Ballastschiff, wie er sagt: „Da wurden wir von einer linksdrehenden Windhose erwischt. Die Beine standen schon senkrecht in der Luft. Doch im letzten Augenblick konnte ich mich vor dem Hinweg-geweht-werden retten.
Ein Ringbolzen an Deck, das war mein Glück. Ich den sehen und zupacken, das war eins! Wie verrückt hat mich aber der Wirbelwind weiter um die eigene Achse herumgedreht, doll, immer doller, immer herum um die eigene Achse.
Doch der Ringbolzen drehte fleißig mit. Der Chief das sehen und schalten!
Er, der beim Aufkommen der Windhose im Schutz der Brücke stand, raste los unter Deck.
„Wenn der nicht die Schraubenmutter von dem Ringbolzen nachgezogen hätte, wär´s aus gewesen, hätte mich das Windkarussell glatt über Bord geweht“


Vererbungstheorien
An der Kapitänsback in der Kneipe „Zum rostigen Koffienagel“ haben – der am Stammtisch anwesende Käpt´n Braß hatte schon der seuten Deern wegen nichts einzuwenden – zwei Fremde gebeten, „Platz nehmen zu dürfen.“
Der männlich Gast ist der berühmte Professor Dr. Ing, Dr. med. Antonius Spürnagel, die Lady scheint dem Alter nach eine Studentin im vorletzten Semester zu sein, denn der Gelehrte redet mit berufspädagogischer Rhetorik auf die Dame ein. Soviel bekommt Braß bei diesem Privatissimum mit, dass es sich um Vererbungstheorien und Vererbungsforschung handelt.

Nachdem er einige, auch ihm, dem salzwassergelauchten Seemann, plausibel erscheinen wollende Beispiele mit angehört hat, läßt er vernehmen, dass er „dem“ nur zustimmen könne, denn: “Vererbung, die gibt´s, so wahr ich Kap´tän Krischan Braß bin !“
Der Gelehrte und seine aufmerksame Zuhörerin zeigen sich höflich, aber bestimmt interessiert. So stellt sich denn der Kapitän, selbstlos und ohne einen Anspruch anzumelden, in den Dienst der Wissenschaft.

Er berichtet:
„Das war vor 37 Jahren, als ich, damals noch ein Leichtmatrose, und mein Makker Vierkant, der schon Matrose war, vor Ostafrikas Küste das Ende der Sofia Maria Antoinette überlebten und uns auf eine Insel retten konnten. Doch statt hilfsbereiter Eingeborener trabte, nachdem wir uns ein wenig umgesehen hatten, ein sozusagen bulliger Löwe auf uns zu.
Wir – geistesgegenwärtig, wie Seeleute nun einmal sind – rein in eine angeschwemmte Tonne ... Deckel wieder vor ...er konnte uns mal! –
Der Löwe trabte immer rund herum. Stundenlang. Dabei trommelte hin und wieder sein pummelverzierter Schwanz an, gegen und auf das Faß, dass es uns wie Böllerschüsse in den Ohren dröhnte.
Mit jedem Knall kam Vierkant – so bekannte er nachher – der rettenden Idee näher: Das Spundloch – richtig – das faustgroße Spundloch! Da, der Augenblick war günstig! Vierkant griff durch das Loch, packte den Löwensteert, zerrte ihn ins Faß hinein und knotete flugs – so flink hatte der Kerl nicht mal beim Mauritius-Orkan in der Takelage gearbeitet – einen Knoten in das achtere Ende hinein.
Was Vierkant erwartete, geschah: Erst brüllte der Löwe richtig erschreckt auf, dann machte er einen Satz – und da die nun mit seinem Schwanz seemännisch vertäute Tonne ihm wie sein eigener Schatten folgte – packte ihn die leibhaftige Angst: er rast davon! Schneller - immer schneller – so wie die Sophia Maria Antoinette auf Ostkurs mit vierkant gebraßten Rahen einige Wochen zuvor.
Damit traten wir in die Phase Zwo der Rettungsaktion, denn inzwischen war mir schnell klar geworden, was Vierkant wollte und nun auch tat: Deckel auf – raus aus der Tonne – dieweilen der wütend ängstliche Löwe von unserem Aussteigen nichts merkte und weiteraste. Wir dagegen enterten eine Palme und wurden drei Tage später schon von einem Schiff entdeckt und abgeborgen“.

Braß macht eine Pause, die Erinnerung ist über ihn gekommen, er braucht einen neuen Grog.

„Sehr schön, Herr Kapitän, sehr dramatisch, und vom technischen Standpunkt her gesehen auch hochinteressant, bloß – was hat das mit Vererbung zu tun“, will der Professor wissen.
„Momang, Professor, Momang, die Sache hatte ja noch ein Nachspiel. Als wir – Vierkant als Kap´tän und ich als sein Erster – nach 25 Jahren mit so einem neumod´schen Bananendampfer an unserer Löweninsel vorbeikamen, drängte uns, doch einmal nachzusehen, ob ...
tjä - wir ließen uns – natürlich ausgerüstet mit Long Rifles und Handgranaten – an den Strand pullen.
Wir glaubten zu träumen – und rieben uns die Augen:
Was kam uns da entgegen? Lauter Löwen, große und lütte, und jeder hatte eine kleine Tonne am Steert!“


Der gezähmte Hering
„Tjä“, sagt der Schiffer Ostermann und nimmt langsam seine Pfeife aus dem Mund,
„da wir nun gerade von Heringen reden, ich hatte mal einen, den habe ich mir gezähmt!“ -
„Was du nicht sagst!“ –
„Tjä, - zuerst nach dem Fang ließ ich ihn eine Weile im Salzwasser und nach und nach
hab ich ihn an Süßwasser gewöhnt, bis er ohne Wasser leben konnte. Und da lag er nun am Tage vor dem Ofen!“ –
„Soso. Und wo ist er nun hingekommen, dein Hering?“ –
„Ja, einmal, als ich lange von zu Hause weg war, da ist er ins Wasser gefallen und ist ertrunken! “


Hein und der Rum
Hein hat seine Prinzipien: „Nee, kein Wasser in´n Rum!
Der Arzt hat gesagt, ich hab eine eiserne Gesundheit –
und wenn da nu Wasser ankommt, muß ich ja innerlich verrosten!“


Für heute
Nase in´n Wind und Blick an´n Horizont


Toni Schobert

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